Newsletter 2_2015

 

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Schluss mit der Bergfahrt der Stromanbieter

Während der Strompreis pro kWh im Jahr 2007 noch bei rund 21 Cent lag, zahlten die Deutschen Ende 2014 bereits knapp 30 Cent/kWh. Mit unseren dänischen Nachbarn, die rund einen halben Cent mehr pro kWh bezahlten, ist das  - so das statistische Bundesamt - der höchste Strompreis in Europa.  Experten erwarten trotz der momentanen Stagnation der Strompreise und der Tatsache, dass Heizöl und Erdgas zuletzt billiger geworden sind, eine weitere Steigerung der Energiekosten.


Da kommt es gelegen, dass durch den technologischen Fortschritt Komponenten der erneuerbaren Energie in den letzten Jahren sehr kostengünstig geworden sind. Privat begeistern sich immer mehr Eigenheimbesitzer für die Energiewende. Die totale Energieunabhängigkeit von regionalen Stromnetzbetreibern ist längst nicht mehr ein utopisches Privileg der Reichen.


Schluss mit lästigen Strompreis – Vergleichen! Mit einer modernen Solaranlage kombiniert mit einer hoch leistungsfähigen Lithium – Ionen – Batterie, können Privatanleger hochgradig autark werden. Die Preise für Solarbatterien sind im letzten Jahr bedeutend gesunken, sodass die Amortisationszeiten für Hauskraftwerke in überschaubare Zeiträume gerutscht sind. Gleichzeitig kann mit der Investition in die Speichertechnologie eine Autarkiesteigerung erzielt werden.


Die KfW Bank fördert Speicherakkus mit rund 600Euro pro Kilowatt Leistung. Auch viele Hausbanken bieten günstige Sonderkonditionen und Kredite ohne Eigenkapital. Die Investition lohnt sich, denn langfristig sichern sich Strom-Selbstversorger die Unabhängigkeit von steigenden Strompreisen und nachhaltig grüne Energie.

Einsparungen durch Energiewende

Nach der Katastrophe im japanischen Fukushima im Jahr 2011 forcierte die deutsche Bundesregierung die Energiewende. Weg von fossilen und hin zu erneuerbaren Energien. Natürlich stoßen Veränderungen immer auf große Kritik. So berichtete die Süddeutsche Zeitung 2013 von den negativen Auswirkungen, die das defizitär geplante Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) für Stromkunden habe. Die Strompreise würden steigen, weil sich die Vergütungsregelung mit einer Laufzeit von 20 Jahren nicht dynamisch am Angebot-Nachfrage-Prinzip orientiere. Die Erzeuger des grünen Stroms würden also überproportional vergütet.


Gute Nachrichten hingegen verkündete Anfang dieses Jahres die Wirtschaftswoche und bezog sich auf eine Expertenstudie von Professor Jürgen Karl, Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg. Dieser hatte errechnet, dass Deutschland durch die Energiewende bereits 29 Milliarden Euro gespart hätte. Seine Herleitung scheint logisch: Mit dem Atomausstieg und der Ausschaltung von Krümmel & Co würde weniger Strom ins Netz geleitet. Ohne den Ausbau der Erneuerbaren wäre es zu einem Engpass gekommen, die Nachfrage hätte das Angebot überschritten und die Strompreise wären explodiert. Da die Hälfte des deutschen Stroms an der Börse gehandelt wird, wäre solch ein Szenario fatal gewesen.


Die Rechnung von Herrn Karl zeigte aber auch, dass die Börsenpreise durch die erneuerbaren Energien zwischen 2011 und 2013 so stark gedrückt wurden, dass Einsparungen im Wert von knapp 29 Milliarden Euro verbucht werden konnten. Schön und gut sagen Kritiker. Sicherlich hätte der Neubau von Kohlekraftwerken als Alternative ähnliche Auswirkungen auf die Börsenziffern gehabt.
Durch die längeren Planungszeiten der fossilen Energiekraftwerke hätte die Lücke nach 2011 aber kaum so schnell geschlossen werden können. Sicherlich, es wäre nicht zu so genannten „Blackouts“ gekommen, die Bundesregierung versicherte dies in einem offiziellen Statement: „Keine Abstriche bei der Versorgungssicherheit“ – Deutschland habe vor dem Beschluss der Energiewende bereits große Menge Energie exportiert und verfüge über hohe Leistungsreserven.


Langfristig wird aber wohl nur der Ausbau der erneuerbaren Energie zu Preissenkungen für den Endverbraucher führen, da auch die fossilen Rohstoffe Preisschwankungen ausgesetzt sind. Neben der positiven finanziellen Bilanz trägt der Ausbau doch wesentlich zum Klimaschutz bei.

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